Magazin-Journalismus 2.0: sexy und wichtig

Dieser Trend, neuerdings lange Geschichten (wahlweise aktuelle, wahlweise aus den vergangenen Monaten) in einem Magazin gebündelt herauszugeben… also dieser Trend gefällt mir.

Obwohl ich eigentlich viel im Netz unterwegs bin, bei Twitter und Co. erfahre ich von manchen Dingen doch immer noch später als andere. Deshalb war auch die Sonderausgabe der SZ Langstrecke (die, wie ich vermute extrem großartig wird) mit extra Poster schon weg, als ich mir die Magazin-Ausgabe für 25 Euro bestellt habe.

Vier Magazine voller SZ-Geschichten, Reportagen und Essays, Porträts und Fotostrecken (?) für diesen Preis. Das lohnt sich.

Genauso wie das Bookzine von Correctiv, dem investigativen Recherche-Portal von David Schraven (u.a.). Es soll eine Mischung zwischen Buch und Magazin – deshalb der Name Bookzine – sein, mit einer guten Fotostrecke direkt zu Beginn. Jedes Bookzine hat ein Motto. Das von diesem ist Mut.

Was mir am Bookzine gefällt:

  • dass es so riecht, wie meine Schulbücher früher. So müssen Magazine einfach riechen
  • die Fotostrecke von Mike Broodie über die grenzenlos-schäbbige USA
  • die Sticker, die dabei waren (Sticker sind yeah)
  • das Motto, weil es zur aktuellen Nachrichtenlage und der gesellschaftlichen Situation passt
  • die Mischung der Themen

Was mir nicht gefällt:

  • dass die erste Story über multiresistente Keime in Krankenhäusern ist… Krankenhäuser sind bäh. Ich hätte mir eine fancy Geschichte zum Reinlesen gewünscht. Naja, das ist halt nicht Sinn der Sache von Correktiv, fancy zu sein. Investigative Recherche ist eben nicht immer fancy. Wie Journalisten immer sagen: Nicht sexy, aber wichtig.
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