Love me like you do

Fading in, fading out
On the edge of paradise
Every inch of your skin is a holy grail I’ve got to find
Only you can set my heart on fire, on fire
Yeah, I’ll let you set the pace
‚Cause I’m not thinking straight
My head spinning around I can’t see clear no more
What are you waiting for?

Love me like you do

Ellie Golding singt in ihrem neusten Lied über das Feuer der Liebe, einer Liebe zwischen zwei extremen Menschen. „Love me like you do“ ist der Song zu dem viral-diskutierten Kinofilm „Fifty Shades of Grey“.

Weil so viel Kritik geäußert wurde über die Handlung, die Machart, die Schauspieler beteilige ich mich gerne an der Debatte. Der Grund: Ich meine zu behaupten, zwei Gründe für die (fast) durchweg schlechte Kritik zu kennen.

1. Filmkritiker kennen sich aus in Film und Literatur, haben meist Kafka, Goethe oder irgendwas aus dieser Riege gelesen, sind Fans von „Spiel mir das Lied vom Tod“ und haben Ansprüche an einen Film. Hohe Ansprüche.
2. Aus dieser Schilderung dürfte folgen, dass die meisten Filmkritiker die Bücher von E. L. James nicht gelesen haben. Warum auch? Solche Schmuddel-Romane, also wirklich.

Anders als ich, genauso wie 5,7 Millionen andere Frauen im deutschsprachigen Raum. Und wie immer bei Romanen mit einer Liebesbeziehung als Inhalt, ging es nur darum. Die detaillierte Beschreibung der Sex-Szenen war irgendwann ausgelesen und die Sprache, in der das Buch geschrieben beziehungsweise übersetzt worden war, war schlecht von Anfang an und blieb es.

Also gab es quasi nichts anderes als die Verbindung zwischen dem Normalo-Mädchen und dem Hardcore-Psycho. Und das – bei berechtigter Kritik zu Handlung und Co., ist den Machern ziemlich gut gelungen. Das kann man aber eben nur wissen, wenn man die Bücher gelesen hat… Er, 50 mal verstört. Sie, verliebt.

Das Gefühl zum Detail, was in den Büchern irgendwann nervt, bietet dem Film eine gewisse, an der Oberfläche schwimmende, Tiefe. Greys Loft beispielsweise sieht genauso (!) aus, wie man es sich vorgestellt hat. Kein Wunder, es wird rund 87.000 Mal beschrieben. Jede Gabel, jede Bratpfanne kennt man im dritten Roman besser als seine eigenen Küchenutensilien.

Doch, eigentlich gilt das zu loben, was bezüglich der Produktion mit Abstand am besten gelungen ist: die Musik. Ellie Goulding, Jessie Ware, Annie Lennox sorgen dafür. Die Musik ist immer perfekt. Macht gute Laune, berührt, als der Film es für manche vielleicht nicht konnte.

Deswegen ist mein Song der Woche: „Love me like you do“.

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