Ein Jahr mit Twitter: Lebenszeit ver(sch)wendet

Ein Account bei Twitter ist Beschäftigungstherapie und Herausforderung.

Ein Account bei Twitter ist Beschäftigungstherapie und Herausforderung zugleich.

Verschwendet oder verwendet? Seit mehr als einem Jahr habe ich jetzt einen Twitter-Account, am 27. Februar 2014 spontan zugelegt. Durch meine Arbeit im Social-Media-Team bei Handelsblatt Online kannte ich die meisten Kniffe schon.

Aber ein privates Profil ist eben doch etwas anderes. Im Laufe des vergangenen Jahres haben Twitter und ich einige Phasen durchgemacht.

Erste Phase: Euphorie

Die ersten paar Tage waren spannend und aufregend. Wer folgt mir? Wem soll ich folgen? Warum folgt man sich überhaupt? Wozu dienen Hashtags als privater Twitter-Nutzer? Wann habe ich endlich 50 Follower? Und warum bekommen alle anderen schneller Follower als ich? Und überhaupt.

Man kann es durchaus mit den ersten Wochen nach der Einschulung vergleichen. Neue Leute, neue Vorbilder, andere Kennenlern-Methoden. Was in der ersten Klasse Stiftetauschen war, ist bei Twitter favorisieren. Ein Eintrag ins Freundebuch ist heute die Antwort auf einen Tweet. Als Schönschrift dient ein Smiley, ein Gif ersetzt den glitzernden Sticker neben seinem Foto.

Zweite Phase: Ungeduld

Meine Follower haben viel schönere Sticker als ich. Die erste Lektion, die ich bei Twitter gelernt habe: Es hört dir niemand zu, es liest niemand deine Tweets, egal wie cool sie oder die Hashtags darin sind.

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Also habe ich diverse Tipps zu Twitter und dem Followen-und-zurückfollowen-Prinzip gelesen. Darin stand, dass man als Anfänger erstmal jenen Leuten folgen soll, die man privat oder beruflich kennt. Die folgen einem am ehesten sofort zurück. Das tickert die Zahl der Follower in die Höhe und wir wissen: Je mehr Follower, desto mehr Follower.

Dritte Phase: Erste Erfolge

Irgendwann kommen sie, die coolen Follower. Nicht die Bots, sondern echte, leibhaftige Menschen mit 1000, 2000 Followern, die einst genauso angefangen haben, wie… okay, ich mache kein RTL-Melodrama daraus. Jedenfalls gibt es sie: Die Twitter-Nutzer mit vielen Tweets und einer großen Reputation, die dir folgen, obwohl (oder weil) du neu bist.

Bei mir waren das unter anderem: Mark Heywinkel, Torsten Beeck, David Schraven, Anna Aridzanjan und Niddal Salah-Eldin. Graciás an dieser Stelle!

Vierte Phase: Kritik

Stellt euch vor: Die ersten paar Monate Schulzeit sind vorbei, zum ersten Mal geht es in die Ferien. Und du merkst: Mit manchen Kameraden hast du überhaupt nicht geredet, mit einigen viel. Und dann war da einer, der dich nicht beachtet hat. Nennen wir ihn Otto.

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3 Gedanken zu “Ein Jahr mit Twitter: Lebenszeit ver(sch)wendet

  1. Pingback: #Briefing: Überweisung per Facebook-Messenger, Kontext im #Tilogate, böses Instagram, sechs Phasen auf Twitter - Social Media Watchblog

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