Der kleine Nick: Ein toller Spaß oder es gibt eins auf die Nase

Der kleine Nick, das ist ein ganz prima Kamerad weil der immer so lustige Sachen erlebt und einen tollen Papa und eine tolle Mama hat. Und überhaupt, seine Freunde Otto, also Otto isst immer so viel und dann muss er in die Ecke weil er im Unterricht seine Stullen rausholt. Das mag die Lehrerin gar nicht, aber Nicks Lehrerin ist klasse und sehr hübsch. Und dann gibt es noch Georg und Roland und Joachim und Chlodwig, der ist nicht ganz helle, der Chlodwig und Franz. Franz ist der Stärkste in der Klasse, er gibt den anderen Kameraden eins auf Nase, wenn er wütend ist. Dann verhauen sich die Jungs gegenseitig, das ist jedes Mal ein toller Spaß. Prima Freunde hat der kleine Nick. Außer natürlich Adalbert, Adalbert ist nämlich Lehrerins Liebling und verpetzt den kleinen Nick und seine Kameraden wenn die sich eine Geheimsprache ausgedacht haben oder wenn sie ein Geschenk für Nicks Mama planen, weil Nick Angst hat, im Wald ausgesetzt zu werden, weil seine Eltern ein neues Baby bekommen wollen. Und sowieso Adalbert heult immer und wirft sich auf den Boden und schreit, dass er sterben will. Soll er doch nach Hause zu seiner Spießermutter gehen weil sonst nehmen die Kameraden ihm die Brille ab und er kriegt eins auf die Nase oder zwei oder drei.

Dass das Lesen eines Kinderbuchs mit fast 23 Jahren so viel Spaß macht, kam unerwartet. Vor allem, weil das Buch von einer Gruppe von kleinen Raudis handelt. Eben von Nick und seinen Kameraden. Als ich jung war, habe ich „Bibi Blocksberg“ und „Bibi und Tina“ gelesen genauso wie „Die wilden Hühner“. Zugegeben unter den Büchern, die ich aus der Bücherei ausgeliehen habe (ja, voll oldschool aber cool, oder?) waren auch Krimiromane für Kinder. Trotzdem wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen, Bücher vom kleinen Nick zu lesen. Zum Glück! Dadurch habe ich mir diese Freude fürs Erwachsenensein aufgehoben oder wie es der kleine Nick sagen würde: Ein toller Spaß, ganz prima.

„Der kleine Nick“, übersetzt aus dem Französischen für „Le Petit Nicolas“, wurde geschrieben von René Goscinny, dem berühmten Buch- und Comicautor. Goscinnys größter Erfolg ist die Erfindung von „Asterix und Obelix“. Die Zeichnungen zu den Geschichten sind von Jean-Jacques Sempé.

Die Erzählungen von Nick und seinen Kameraden sind nicht nur unheimlich lustig – unlängst durch die Sprache, die wahrhaftig an die Sprechart eines kleinen Jungen erinnert, der nicht abwarten kann, alles bis aufs kleinste Detail so schnell wie möglich, ganz prima… Goscinnys Werk ist Kult. Es macht Spaß und hilft Eltern und Lehrern, ihren Kindern auf ironisch-amüsante Weise wichtige Lektionen mitzuteilen. Jedenfalls liest es sich jetzt als Anfang 20-Jährige so. Wahrscheinlich will ein 5-Jähriger bloß den Unsinn von Nick, Otto und Co. nachmachen. Die armen Eltern!

Und weil Goscinny ein berühmter Comiczeichner war, gibt es Comics vom kleinen Nick. Außerdem: eine Animationsserie und zwei Kinofilme. Bisher habe ich in den Büchern gelesen beziehungsweise habe mir vorlesen lassen (:-)) und angefangen, die Serie zu gucken. Das ist so süß! Und der erste Kinofilm erst: wie Roland aussieht mit Topfschnitt und wie Nick seine Eltern zwingt, das Auto zurückzuschieben, weil er sie ausgesperrt hat.

2009 war der kleine Nick sogar bei „Spiegel Online“ im Interview. Das war bestimmt ein großer Spaß 😉

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s