Youtube-Yoga: Dehnen im Netz

Seit ein paar Monaten mache ich hin und wieder Sport, indem ich mir zuhause Videos bei Youtube ansehe und die Bewegungen der Trainerin nachmache. Vor meinen Freunden nenne ich das „Youtube-Sport“. Ich will wieder mehr Sport machen, mich regelmäßig auspowern. Doch ohne einen konkreten Anlass, meinen Schweinehund mit Schweiß statt Schokolade zu füttern, weiche ich aus. Mir selbst und dem Sport.

Eine einfache Lösung wäre eine Anmeldung in einem Fitness-Studio, doch dafür bin ich zu geizig. Erstens weil ich wüsste, nicht jede Woche mindestens einmal hinzugehen und zweitens weil in D wie Düsseldorf sowieso alles um das 1,5-fache teurer ist als in anderen NRW-Städten. Und draußen zu laufen war mir in den Wintermonaten zu kalt und zu ungemütlich.

Also klappe ich den Mac auf, klicke auf „HappyAndFitDance“ oder „HappyAndFitYoga“, je nachdem wonach mir gerade ist, und dance oder yogare los. Meistens wähle ich die Videos, in denen Amiena Zylla die Übungen vormacht. Sie ist sportlich und wirkt sympathisch. Außerdem sagt sie immer genau an der richtigen Stelle, dass man noch zwei Atemzüge durchhalten soll. Gerade dann, wenn ich schlapp machen will. Auch erinnert sich einen daran, das atmen nicht zu vergessen. Tatsächlich hilft eine ruhige Atmung, die Übungen durchzuhalten. Und sonst ist atmen auch nicht verkehrt.

Als ich Freunden erzählt habe, dass ich Youtube-Sport mache, wurde sich minder über mich sondern vor allem über die Tatsache, dass so etwas existiert, lustig gemacht. „Jaja, da einmal den Arm heben, hier das Bein strecken und einmal im Kreis tanzen. Das nennen die dann Sport“ und so weiter.

Whatever! Heute hat die Sonne geschienen, es war gutes Wetter. Als ich um 18.30 Uhr nach Hause kam, hatte ich trotzdem keine Lust, durch das staubtrockene Düsseldorf zu rennen. Der Auto-Vergleich von zwei Fahrern in Porsche und Mercedes in der Mittagspause hatte meine wöchentliche Düsseldorf-Dosis bereits gedeckt.

Also habe ich 40 Minuten auf eigene Faust geschwitzt und 20 Minuten geyogat (hier sagt man das bestimmt so). Um mir danach eine Nudelpfanne mit grünem Spargel, kleinen Tomaten und Rindfleisch zu machen. Das ist das Gute an Sport. Es motiviert, gesund und fit zu leben. Egal ob alleine ausgepowert oder per Video-Stream.

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