It’s cab o’clock

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Die New Yorker und die, die New Yorker sein wollen, laufen nicht gerne. Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie sind in rush (mit der subway kommen sie schneller vorwärts), sie wollen den Touristen aus dem Weg gehen (nur Europäer, vor allem Deutsche glauben, sie könnten Amerika zu Fuß bewältigen) oder sie sind einfach faul (mit dem cab fahren ist schließlich sooo bequem).

In den eineinhalb Wochen, die ich im September in dieser wundervollen Stadt verbracht habe, habe ich alle drei Gründer nachvollziehen können – und ich habe mich angepasst. Nicht nach oben gucken oder mitten auf der Straße stehen bleiben, den Sidewalk für die geschäftigen New Yorker freimachen (und ihnen neidisch hinterher starren, weil sie geschäftig in New York sind), höchstens mehr als acht Straßen laufen, wenn es der Unterhaltung dient oder es zu Fuß wirklich schneller geht als per subway.

Am letzten Abend war ich mit einem Wahl-New Yorker unterwegs, der auf der Upper East Side wohnt. Nachdem wir standesgemäß Kuchen für 8 Dollar gegessen haben, musste was Deftiges her. Seine Anlaufstelle dafür: Earls Cheese and Beer, 1259 Park Ave. Den Weg rausgesucht, murmelte er etwas von „20 Straßen“. Da hab‘ ich wild mit dem Kopf geschüttelt. Es hat geregnet, es war kalt und ich wollte mich schließlich wie eine New Yorkerin benehmen. Also hieß es: „It’s cab o’clock.“ So ein cooler Spruch und sowas von New York! I like.

 

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