#catcontent: Wie ich als Hundenärrin zum Katzenfan wurde

 

 

In Barcelona habe ich drei Mitbewohner. Zwei davon sind vierbeinig, pelzig und sehr anhänglich. Merlin und Tristan heißen die Kater und haben mein Hunde-Herz im Wirbelsturm erobert, der jeden Allergiker in einen Schock versetzt. Katzenhaare überall, am liebsten auf den Klamotten oder im Bett – auch wenn sie da eigentlich nicht drauf dürfen. Pfui! Mit einer Allergietablette pro Tag lässt sich das haarige Elend schon aushalten, außer sie wollen kuscheln und ich auch. Dann wird geniest bis die Taschentücher aufgebraucht sind, und manchmal niesen die Kater sogar mit. Tigerliche Solidarität, meine ich das zu nennen.

 

Die kleinen Biester (wahlweise auch Monster, Mäuschen oder Mäuseratten) eignen sich natürlich bestens für die virale Verbreitung von #catcontent bei Instagram. Dabei ist es gar nicht so einfach, die beiden ins rechte Licht zu rücken, ohne dass sie ihren Hintern in die Kamera strecken, die Augen zu haben oder einfach faul auf dem Rücken liegen, sodass man nur noch ein großes, gestreiftes Fellknäuel sieht.

Wie immer im Leben, also auch im #catcontent-Business macht Übung den Meister. Zwischen September und April verzeichnet mein iPhone knapp 100 Fotos der Kater in all möglichen Situationen oder Positionen. Selbst Apple hat ein „Andenken“ erstellt namens „Pelzige Freunde“, allerdings hapert es noch an der Gesichtserkennung. Und das obwohl so süße Fell-Gesichter wie die von Merlin und Tristan einen nicht weniger guten Wiedererkennungswert haben wie deins oder meins.

Oder etwa nicht?

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Doch wie konnte es bloß passieren, dass ich von der Hundeliebhaberin zu einem derartigen Katzenfan geworden bin? Früher habe ich Katzen weniger gemocht als Hunde, weil ich immer angenommen hatte, die Letzteren seien anschmiegsamer und würden zu kleinen Gefährten während Katzen eher ihr eigenes Ding machten. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass diese zwei spanischer Herkunft sind oder männlich, aber ich als Nicht-Expertin denke: Da steckt Hundeseele drin. So verschmust und anhänglich, so lieb und putzig wie die beiden sind.

Und ja, #catcontent macht Spaß. Nicht, weil es zu viralen Erfolgen führt (schon gar nicht mit weniger als 500 Instagram-Follower) sondern weil der Umgang mit den beiden fast immer mit Spaß und katerlichem Maunzen verbunden ist.

Außer etwa, sie würgen unterm Bett das aus was sie kurz vorher deiner Blume abgefressen haben. Yummy – oder sollte ich sagen: Miau.

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