Online-Dating 1:0 Happy End

Tinas schlimmstes Erlebnis mit Online-Dating war, als der Typ, mit dem sie gerade ausging, sie um ihre Kreditkartendaten gebeten hat. Angefangen habe alles ganz schön, sagt die 33-Jährige. Die beiden lernten sich über Tinder kennen, das war 2016. „Es ging irgendwie super schnell, wie im Traum, auf einmal waren wir verliebt“, sagt Tina, dessen Namen wir geändert haben. Nach wenigen Wochen der Flirtphase wollte sie alleine in den Urlaub fahren, als der Horror eines jeden Online-Daters begonnen hatte: „Er rief mich an und erzählte mir, dass er gerne mitkommen würde, man aber sein Konto gepfändet hätte.“ Ob sie ihm nicht ihre Kreditkartendaten geben könne. Außerdem habe seine Ex-Freundin Stress wegen des gemeinsamen Kindes gemacht. Ehe Tina sich versah, wurde aus dem Frisch-verliebt-sein ein mehrtägiges Drama mit cholerischen Sprachnachrichten und vielen Tränen. Am Ende ist sie in den Urlaub gefahren und als Single wieder gekommen.

Weiterlesen

Advertisements

BCN: Woche 6 #itsGauditime

IMG_1559

Wahnsinn! Seit sechs Jahren komme ich jedes Jahr nach Barcelona und trotzdem habe ich nie das beliebteste Touristenziel der Stadt besucht: Casa Batlló am Passeig de Gracia. Der Grund: Der Eintrittspreis ist verdammt teuer, 28 Euro. Allerdings, wie man drinnen durch den Audioguide erfährt, finanzieren die Eigentümer das Haus nicht über staatliche Mittel sondern nur über Eintrittsgelder und Spenden. Dafür lohnen sich die 28 Euro wiederum.

Das Haus, das Antoní Gaudi Anfang des 20. Jahrhunderts für die Familie Batlló gebaut und gestaltet hat, ist wunderschön, sehr interessant und der Besuch sowas von wert. Zumal bei Sonnenschein ein kurzes Verweilen auf der Dachterrasse sehr entspannend sein kann – und das mitten im Touritrouble.

 

Ein Audiguide führt den Besucher durch das Haus. Pro Raum hört man eine Audioshow, manchmal mit Videoelementen, wie die Räume früher aussahen. Echt cool gemacht, sehr abwechslungsreich und informativ. Und was man nicht interessant findet, so wie ich den Dachboden zum Beispiel, kann man das einfach überspringen und mehr Zeit zum Sonnen und Zuhören verbringen. 🙂

BCN: Woche 4 #Diversion

Das Referendum ist inzwischen mehr als eine Woche her, die Verhandlungen über eine mögliche Unabhängigkeit Kataloniens gehen weiter.

Währenddessen bricht meine vierte Woche in Barcelona an. Und obwohl ich es sehr spannend finde, in Sachen #Catalunya up-to-date zu bleiben, ist es doch wichtig für mich, in erster Linie Studentin in dieser wunderbaren Stadt zu sein. So versuche ich, mich allerhand zu informieren und die Stimmung aufzusaugen, mein Daily-life aber nicht nur aus politischen News bestehen zu lassen.

Zur Abwechslung gibt es ein Bier-testing in einer Craftbeer-Bar … Sehr lecker!

… Filmfestival in Sitges, einem unheimlich tollen Ort, nur 40 Zug-Minuten von Barcelona entfernt – mit Tinte de Verano (Rotwein mit Sprite und Früchten, leckerer und gesünder als Sangria) und dem neusten Buch des deutschen Journalisten Henning Sußebach bei Tisch …

Weiterlesen

Reportage: Plötzlich knallt es vor dem Wahllokal

Aktivisten beschützen Wahllokale, die spanische Polizei setzt Gummigeschosse ein. In Barcelona eskaliert am Tag des Referendums der Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens. Viele Katalanen haben die Geduld mit der Zentralregierung verloren.

Sergi Saranga sieht erschöpft aus, als er vor der Grundschule im Osten Barcelonas die vorbeigehenden Passanten beobachtet. Saranga hat die Nacht über nicht geschlafen. Er hat Augenringe und das gleiche T-Shirt wie gestern an. „Auch das gehört zur Demokratie“, sagt der 22-Jährige und lacht.

Weiterlesen

Nach schwerem Verlust: Warum ein Trauerjahr nicht ausreicht

Ich habe meinen Vater verloren, vor einem Jahr und fünf Monaten. Es war ein ziemlich heißer Sommer, das scheint mir bis heute unpassend. Sonne und Tod vertragen sich nicht.

Heute, fast eineinhalb Jahre später denke ich an das Wetter oder daran, wann ich das nächste Mal sein Mail-Postfach leeren sollte, um nicht an das wirklich Traurige zu denken: dass ich, wenn ich heirate, alleine auf den Altar zugehe oder mit meiner Mutter an der Seite. Dass auch Kleinigkeiten wehtun, weil ich das Wort „Papa“ nicht so oft (und weniger fröhlich) sagen kann wie andere 24-Jährige. Dann denke ich nicht daran, dass es nicht mehr so ist wie es sein sollte. Und nie mehr so wird wie es werden sollte.

Ein Jahr, heißt es, danach würde der Schmerz nachlassen. Dann würde sich das Leben wieder normal anfühlen, dann stünde die Trauer nicht mehr im Vordergrund. Das berühmte Trauerjahr.

Weiterlesen

Wenn ein Elternteil stirbt: Wie ihr mit euren Freunden trauert

Wenn junge Menschen ein Elternteil verlieren, fühlen sich Freunde oft hilflos. Unsere Autorin musste im vergangenen Jahr selbst mit einem solchen Verlust umgehen und hat gemerkt, wie schwierig es sein kann, traurige Gefühle gemeinsam zuzulassen. Also hat sie ein paar Tipps.

Ein Elternteil eines Freundes stirbt und ihr wisst nicht, wie ihr euch verhalten sollt? Wie ihr mit ihr oder ihm trauern könnt? Das ist ganz normal. Es ist schwierig, traurige Gefühle zuzulassen. Mit diesen Tipps könnt ihr euch behelfen.

SPRECHT ÜBER DEN TRAUERFALL …

… und stellt Fragen. Tatsächlich hilft nichts mehr, als über den Tod eines engen Angehörigen zu reden. Dazu gehört, sich die Gefühle und Ängste des Trauernden anzuhören. Oft sich sie unsicher. Ihr könnt deshalb dabei helfen, den Freund oder die Freundin zu stabilisieren und den Schmerz mit ihm zu teilen.

Weiterlesen