Happy New Year!

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Motto für 2018

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Was zur Hölle mache ich nach dem Bachelor?

Den Bachelor (fast) in der Tasche, heißt es: Was kommt jetzt? Diese Frage habe ich mir gestellt, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte zwischen Master, Selbstverwirklichung und Co. Ein Problem meiner Generation.

Wenn etwas zu Ende geht, denkt man an den Anfang, heißt es. Oder man denkt daran, wie es um Himmels Willen weitergehen soll. So erging es mir Anfang des Jahres, als ich angefangen habe, meine Bachelorarbeit zu schreiben und so ergeht es vielen jungen Menschen, die den ersten Grad ihrer akademischen Bildung, den Bachelor schon abgeschlossen haben. Drei, vier Jahre gepaukt, für Klausuren gelernt, Hausarbeiten geschrieben und sich mit anstrengenden Dozenten auseinandergesetzt. Und wofür? Dass man ähnlich wie nach dem Abitur nicht weiß, was die Zukunft bringt oder was die Zukunft bringen soll oder was sie bringen kann – als befände man sich in einer Art Limbo, also in einem Schwebezustand.

Es ist wieder einmal das Problem unserer Generation. Wir leben seit jeher nach dem Maßstab, wir könnten den Job unserer Träume an einem beneidenswerten Ort finden, ihn durch Work-Life-Balance mit einer romantischen Liebesbeziehung kombinieren und nebenher die Welt retten. Gleichzeitig ist ständig die Rede von „High Potentials“ oder „Overachievern“, den Leistungsträger*innen unserer Gesellschaft. Das setzt uns unter Druck. Es reicht eben doch nicht, uns nur selbst zu verwirklichen.

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In Anzug und Krawatte zum Netflix-Junkie

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Quelle: privat

Für das Format „Zwei Stunden Zeit“ bei der Pflichtlektüre tun wir ständig etwas zwei Stunden lang. Ich habe Binge Watching bei Netflix gemacht. Die Uhr läuft, los geht’s.

Schnelldurchlauf

Nennt mir eine Netflix-Serie, ich kenn‘ sie alle: The Blacklist, White Collar, Gilmore Girls, Gossip Girl, New Girl, House of Cards, Orange is the new Black, Pretty Little Liars… kein Genre kommt an mir vorbei. Aktuell bin ich zwei attraktiven Männern im Anzug verfallen: Ich gucke Suits. Es löst immer eine Vorfreude in mir aus, wenn ich nach Hause komme und es noch nicht zu spät ist für eine Folge oder mehr mit Harvey Specter. Er ist einfach ein guter Anwalt, so wortgewandt und im Team mit seinem Kollegen Mike Ross kann er sogar Herz zeigen.

Eine Folge von Suits dauert 40 Minuten. 120 geteilt durch 40 sind drei. Also gucke ich heute drei Folgen. Dabei trinke einen verhipsterten Apfel-Ananas-Spinat-Smoothie, der so nach 30 Minuten futsch ist. Und ich lackiere mir die Nägel. Die sind nach 50 Minuten fertig und nach 54 Minuten zerstört, weil die Schlipsträger irgendwas Spannendes gemacht haben und ich darüber die nicht trockenen Nägel vergaß, als ich ihnen beide Daumen drückte. Was soll’s, es bleiben ja noch 64 Minuten, um von vorne anzufangen.

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Generation Maybe: ein Plädoyer gegen das „Vielleicht“

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Ob Glitzerbärte, grüne Smoothies oder hippe Fummel aus der Mottenkiste – über Kunst, Lifestyle, Mode und Kultur lässt es sich gut das Maul zerreißen. Besonders gut kann das der Breitmaulfrosch, der in dieser Kolumne bei Pflichtlektüre.com über merkwürdige Trends wütet – dabei nimmt er kein Seerosenblatt vor den Mund. Heute plädiert er für Verbindlichkeit.

Mindestens zweieinhalb Monate im Vorfeld hatte ich meine Geburtstagsparty in diesem Jahr angekündigt. Das Motto: „Es wird krass“. Einige Wochen vor der Fete erhielten meine Freunde die obligatorische (!) Einladung bei Facebook. Die ersten Zusagen kamen rein, ein paar Absagen und ein paar „Vielleichts“. Ich störe mich schon beim Formulieren dieses Wortes: „Ich komme vielleicht“, „ein Vielleicht-Klick“, „Jein, ich komme (nicht)“. Überhaupt, wie kann man bei diesem Motto nur vielleicht kommen wollen? I don’t get it. Das dürfte wirklich kein Status sein. Und doch ist es Status unserer Generation. Generation Maybe.  Weiterlesen

Warum ich Adele so sehr liebe

Ich schreibe selten Liebeshymnen auf Musiker, selbst bei Twitter halte ich mich damit meistens zurück – außer es handelt es sich um Helene F. oder Herbert G. (hihi). Doch hier und jetzt muss ich mich äußern: Wir, der @vierzueinser und ich waren am Mittwochabend in Hamburg bei Adele. Ich habe danach zu ihm gesagt, dass das einer der schönsten Abende in meinem Leben gewesen sei. Er hat gelacht.

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