Wenn ein Elternteil stirbt: Wie ihr mit euren Freunden trauert

Wenn junge Menschen ein Elternteil verlieren, fühlen sich Freunde oft hilflos. Unsere Autorin musste im vergangenen Jahr selbst mit einem solchen Verlust umgehen und hat gemerkt, wie schwierig es sein kann, traurige Gefühle gemeinsam zuzulassen. Also hat sie ein paar Tipps.

Ein Elternteil eines Freundes stirbt und ihr wisst nicht, wie ihr euch verhalten sollt? Wie ihr mit ihr oder ihm trauern könnt? Das ist ganz normal. Es ist schwierig, traurige Gefühle zuzulassen. Mit diesen Tipps könnt ihr euch behelfen.

SPRECHT ÜBER DEN TRAUERFALL …

… und stellt Fragen. Tatsächlich hilft nichts mehr, als über den Tod eines engen Angehörigen zu reden. Dazu gehört, sich die Gefühle und Ängste des Trauernden anzuhören. Oft sich sie unsicher. Ihr könnt deshalb dabei helfen, den Freund oder die Freundin zu stabilisieren und den Schmerz mit ihm zu teilen.

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Was ich als WG-Nomadin über das Zusammenleben gelernt habe

Gemeinsam kochen, Bier trinken und Putzpläne aufstellen, um sich doch nicht daran zu halten: Unsere Autorin wohnt in der fünften WG in fünf Jahren – und hat die beste und die schlimmste Zeit ihres Lebens erlebt.

Meine erste WG-Erfahrung machte ich kurz nach dem Abi in Barcelona, als ich das erste Mal zu Hause auszog. Anschließend gründete ich mit einer Freundin, die ich erst ein paar Monate vorher kennengelernt hatte, eine WG in Deutschland. Das hat gut geklappt. Bis sie wegzog. Und ich auch. Es folgten weitere vier Umzüge in vier Jahren, jedes Mal wieder in eine WG.

In Deutschland wohnten im vergangenen Jahr 4,11 Millionen Menschen in einer Wohngemeinschaft. Dem „Eurostudent Report“ zufolge, der vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung herausgegeben wird, leben 35 Prozent der Deutschen mit anderen Menschen zusammen, die weder Eltern oder Kinder noch Partner sind. Damit ist Deutschland auf dem fünften Platz in Europa – hinter der Slowakei, Slowenien, Nordirland und die Ukraine.

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It’s cab o’clock

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Die New Yorker und die, die New Yorker sein wollen, laufen nicht gerne. Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie sind in rush (mit der subway kommen sie schneller vorwärts), sie wollen den Touristen aus dem Weg gehen (nur Europäer, vor allem Deutsche glauben, sie könnten Amerika zu Fuß bewältigen) oder sie sind einfach faul (mit dem cab fahren ist schließlich sooo bequem).

In den eineinhalb Wochen, die ich im September in dieser wundervollen Stadt verbracht habe, habe ich alle drei Gründer nachvollziehen können – und ich habe mich angepasst. Nicht nach oben gucken oder mitten auf der Straße stehen bleiben, den Sidewalk für die geschäftigen New Yorker freimachen (und ihnen neidisch hinterher starren, weil sie geschäftig in New York sind), höchstens mehr als acht Straßen laufen, wenn es der Unterhaltung dient oder es zu Fuß wirklich schneller geht als per subway.

Am letzten Abend war ich mit einem Wahl-New Yorker unterwegs, der auf der Upper East Side wohnt. Nachdem wir standesgemäß Kuchen für 8 Dollar gegessen haben, musste was Deftiges her. Seine Anlaufstelle dafür: Earls Cheese and Beer, 1259 Park Ave. Den Weg rausgesucht, murmelte er etwas von „20 Straßen“. Da hab‘ ich wild mit dem Kopf geschüttelt. Es hat geregnet, es war kalt und ich wollte mich schließlich wie eine New Yorkerin benehmen. Also hieß es: „It’s cab o’clock.“ So ein cooler Spruch und sowas von New York! I like.

 

In Anzug und Krawatte zum Netflix-Junkie

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Quelle: privat

Für das Format „Zwei Stunden Zeit“ bei der Pflichtlektüre tun wir ständig etwas zwei Stunden lang. Ich habe Binge Watching bei Netflix gemacht. Die Uhr läuft, los geht’s.

Schnelldurchlauf

Nennt mir eine Netflix-Serie, ich kenn‘ sie alle: The Blacklist, White Collar, Gilmore Girls, Gossip Girl, New Girl, House of Cards, Orange is the new Black, Pretty Little Liars… kein Genre kommt an mir vorbei. Aktuell bin ich zwei attraktiven Männern im Anzug verfallen: Ich gucke Suits. Es löst immer eine Vorfreude in mir aus, wenn ich nach Hause komme und es noch nicht zu spät ist für eine Folge oder mehr mit Harvey Specter. Er ist einfach ein guter Anwalt, so wortgewandt und im Team mit seinem Kollegen Mike Ross kann er sogar Herz zeigen.

Eine Folge von Suits dauert 40 Minuten. 120 geteilt durch 40 sind drei. Also gucke ich heute drei Folgen. Dabei trinke einen verhipsterten Apfel-Ananas-Spinat-Smoothie, der so nach 30 Minuten futsch ist. Und ich lackiere mir die Nägel. Die sind nach 50 Minuten fertig und nach 54 Minuten zerstört, weil die Schlipsträger irgendwas Spannendes gemacht haben und ich darüber die nicht trockenen Nägel vergaß, als ich ihnen beide Daumen drückte. Was soll’s, es bleiben ja noch 64 Minuten, um von vorne anzufangen.

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Generation Maybe: ein Plädoyer gegen das „Vielleicht“

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Ob Glitzerbärte, grüne Smoothies oder hippe Fummel aus der Mottenkiste – über Kunst, Lifestyle, Mode und Kultur lässt es sich gut das Maul zerreißen. Besonders gut kann das der Breitmaulfrosch, der in dieser Kolumne bei Pflichtlektüre.com über merkwürdige Trends wütet – dabei nimmt er kein Seerosenblatt vor den Mund. Heute plädiert er für Verbindlichkeit.

Mindestens zweieinhalb Monate im Vorfeld hatte ich meine Geburtstagsparty in diesem Jahr angekündigt. Das Motto: „Es wird krass“. Einige Wochen vor der Fete erhielten meine Freunde die obligatorische (!) Einladung bei Facebook. Die ersten Zusagen kamen rein, ein paar Absagen und ein paar „Vielleichts“. Ich störe mich schon beim Formulieren dieses Wortes: „Ich komme vielleicht“, „ein Vielleicht-Klick“, „Jein, ich komme (nicht)“. Überhaupt, wie kann man bei diesem Motto nur vielleicht kommen wollen? I don’t get it. Das dürfte wirklich kein Status sein. Und doch ist es Status unserer Generation. Generation Maybe.  Weiterlesen