Barcelona – bucket list

Ende März ist das zweite Trimester, „term“ im Englischen, meines Politikmasters vorüber und damit zwei von drei terms insgesamt. Danach heißt es: zurück nach Deutschland, Jobsuche, Ernst des Lebens. Aus diesem Grund habe ich mir eine Bucket List, also eine Wunschliste geschrieben, auf der alles steht, was ich mir für die übriggebliebene Zeit noch so vornehme. Updates gibt es, sobald ich eine Aktivität von der Liste streichen konnte … stay tuned!

  • zweite Wanderung zum Tibidabo.* Das ist der Berg, inklusive Kirche, den man von ganz Barcelona aus sehen kann. Die Kirche sieht für manche Menschen aus wie ein sitzender Buddha, der über Barcelona wacht. (Vom Tibidabo aus habe ich im Jahr 2011 Barcelona und damit das Titelbild dieses Blogs fotografiert.)

* weil die erste so schön war… Foto credit: Jamie Hodgkin

  • das Kloster Monsterrat besuchen & wandern gehen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gemacht und eins lässt sich sagen: Der Ausblick ist fantastisch.

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Das jähe Ende des Unabhängigkeitstraums

Der Konflikt um Katalonien hat einen dramatischen Höhepunkt erreicht. Die separatistische Regionalregierung soll abgelöst werden. Es droht eine neue Protestwelle. Doch viele Katalanen scheinen zu resignieren.

Ist es das endgültige Ende der katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen? Oder der Auftakt zu einer neuen und möglicherweise noch größeren Protestwelle gegen die spanische Zentralregierung? Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nach einem Treffen mit seinen Ministern Artikel 155 der spanischen Verfassung in Kraft gesetzt und den Senat dazu aufgefordert, für die Entmachtung der Regionalregierung in Barcelona zu stimmen.

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Reportage: Plötzlich knallt es vor dem Wahllokal

Aktivisten beschützen Wahllokale, die spanische Polizei setzt Gummigeschosse ein. In Barcelona eskaliert am Tag des Referendums der Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens. Viele Katalanen haben die Geduld mit der Zentralregierung verloren.

Sergi Saranga sieht erschöpft aus, als er vor der Grundschule im Osten Barcelonas die vorbeigehenden Passanten beobachtet. Saranga hat die Nacht über nicht geschlafen. Er hat Augenringe und das gleiche T-Shirt wie gestern an. „Auch das gehört zur Demokratie“, sagt der 22-Jährige und lacht.

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BCN: Woche 2 #CatalanReferendum

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Barcelona says „Sí“ – does it?

An diesem Sonntag findet das Referendum der Katalanen statt, bei dem sie über die Unabhängigkeit ihrer Gemeinschaft abstimmen. Die Frage auf den Wahlzetteln wird lauten: „Do you want Catalunya to be an independent State in the form of a Republic?“ Auf Catalan, Castellano oder Occitan werden die Menschen zwischen 9 Uhr und 20 Uhr mit „Sí“ oder „No“ voten. Doch was wollen die Katalanen zwischen Luchon, Girona und Tortosa? Wollen sie den politischen und wirtschaftlichen Status, der dem eines Staates gleicht?

Alles deutet auf eine Zustimmung hinaus: die Sí-Flaggen, die Hunderte Häuser schmücken (siehe Fotos). Dessen Bewohner, die seit Wochen auf die Straße gehen. Barcelona demonstriert nun beinahe täglich für die Unabhängigkeit und gegen die Regierung Madrids, die die Bestrebungen der Regionalregierung von Katalonien seit Jahren ablehnt. Auch die Professoren und Studenten an der Universität, an der ich seit einer Woche studiere (Pompeu Fabra, kurz „upf“), machen Werbung für das Referendum. Donnerstag und Freitag fallen sogar alle universitären Veranstaltungen aus. Seitens des Rektors heißt es: „Moved by the need to give an answer in defense of the Catalan institutions, fundamental rights and democracy. Expressing its deep concern about the violation of fundamental rights and the democratic freedoms that are taking place these days.“

Den Enthusiasmus vieler Katalanen finde ich außergewöhnlich. Drei Jahre nach des vergeblichen Referendums in 2014, das von Madrid als illegal erklärt wurde, setzen sie sich nach wie vor für ihre Werte ein. Was die jungen Leute dazu motiviert und ob vergangene Abstimmungen wie der Brexit eine Rolle spielen, will ich am Sonntag herausfinden. Fürs Handelsblatt werde ich auf den Straßen von Catalunyas Hauptstadt unterwegs sein, Videos machen, die Stimmung einfangen. +++ Updates dann auch hier. +++

BCN: Woche 1 #Welcomeback

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Was für ein Start! Seit einer Woche wohne ich (zum zweiten Mal) in Barcelona und alles ist so wundervoll vertraut-neu. Es gibt Straßen, die ich schon ein Dutzend mal entlang gebummelt bin und Gassen, die ich erst heute entdeckt habe. Sechs Jahre, nachdem ich zum ersten Mal hier war, erwische mich abwechselnd beim In-Erinnerungen-schwelgen und dem berühmten Touri-Modus, alles auffangen zu wollen und das meistens mit der Kamera meines iPhones.

Diese erste Woche ist vor allem so herrlich, weil ich erst ab nächsten Dienstag Uni habe: Current Democracies an der Pompeu Fabra, kurz upf. Politische Theorien zu Immigration, Federalism, Dictatorships etc. Darauf freue ich mich, zumal ich hier zum ersten Mal zu den Full-time-Studenten zähle, die voll und ganz die Uni zelebrieren – inklusive Pauken in der Bib, den 70-Cent-Kaffee aus der Mensa trinken oder Ausgehen an einem Wochentag. Btw: Café con leche ist in Spanien auch in der Mensa super.

Bevor es aber so richtig losgeht, nutze ich die Zeit, um anzukommen, Neues zu entdecken und mir Altes ins Gedächtnis zu rufen. Ich bin gespannt, wie das eine Master-Jahr verlaufen wird und welche vergangenen Erlebnisse den Neuen weichen. Das ist ein prima Anlass, hier wieder wöchentlich zu bloggen, und zwar ab sofort mindestens 52 mal. Für jede Barcelona-Woche 🙂 Viel Spaß!

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Xampagneria, Port Vell

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Bibliothek an der upf, so called „Hogwarts“

Galería MAXÓ im Viertel Borne
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Carrer Portal Nou