Mädelsabende-Interview: Warum ich Journalistin geworden bin …

… und wie. Zu diesem Thema hat mich Clare für Mädelsabende, einem Instagram-Format des WDR-Senders Frau tv interviewt. Weil ich beruflich eher schreibe und sie eher Filme macht, haben wir zusammen erzählt, auf welchem Wege man heutzutage Journalist*in werden kann.

Wenn ihr mehr über Mädelsabende wissen wollt, folgt Clare und ihren Kolleginnen bei Instagram: @maedelsabende. Wöchentlich gibt es neue Themen, die eine der drei Mädels täglich in der Insta-Story präsentieren. Ich habe mich gefreut, einmal dabei gewesen zu sein.

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Reportage: Plötzlich knallt es vor dem Wahllokal

Aktivisten beschützen Wahllokale, die spanische Polizei setzt Gummigeschosse ein. In Barcelona eskaliert am Tag des Referendums der Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens. Viele Katalanen haben die Geduld mit der Zentralregierung verloren.

Sergi Saranga sieht erschöpft aus, als er vor der Grundschule im Osten Barcelonas die vorbeigehenden Passanten beobachtet. Saranga hat die Nacht über nicht geschlafen. Er hat Augenringe und das gleiche T-Shirt wie gestern an. „Auch das gehört zur Demokratie“, sagt der 22-Jährige und lacht.

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Die digitalen Pioniere feie(erte)n 10. Geburtstag #1

Ich kann mich sehr gut daran erinnern: Auf dem Frühstückstisch standen Kerzen, ein großer Kuchen und bestimmt mehr als zehn Geschenke. Ich kam aus dem staunen nicht mehr heraus, meine Mutter hatte sich selbst übertroffen. „Der zehnte Geburtstag ist der erste richtig besondere von ganz vielen in deinem Leben“, sagte sie und ich klatschte in die Hände. Das war 2002.

13 Jahre später feiert das Tech-Magazin t3n den ersten besonderen Geburtstag. Sicherlich feierten sie auch mit Kuchen und zusätzlich dem einen oder anderen Bier, aber das eigentliche Geschenk galt nicht ihnen selbst sondern ihren Lesern. Ich habe mir die Jubiläumsausgabe „10 Jahre t3n“ mit dem Thema „Wachstum mit Werten“ genauer angeschaut und die für die Generation Y wichtigsten Aspekte rausgeschrieben.

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Magazin-Journalismus 2.0: sexy und wichtig

Dieser Trend, neuerdings lange Geschichten (wahlweise aktuelle, wahlweise aus den vergangenen Monaten) in einem Magazin gebündelt herauszugeben… also dieser Trend gefällt mir.

Obwohl ich eigentlich viel im Netz unterwegs bin, bei Twitter und Co. erfahre ich von manchen Dingen doch immer noch später als andere. Deshalb war auch die Sonderausgabe der SZ Langstrecke (die, wie ich vermute extrem großartig wird) mit extra Poster schon weg, als ich mir die Magazin-Ausgabe für 25 Euro bestellt habe.

Vier Magazine voller SZ-Geschichten, Reportagen und Essays, Porträts und Fotostrecken (?) für diesen Preis. Das lohnt sich.

Genauso wie das Bookzine von Correctiv, dem investigativen Recherche-Portal von David Schraven (u.a.). Es soll eine Mischung zwischen Buch und Magazin – deshalb der Name Bookzine – sein, mit einer guten Fotostrecke direkt zu Beginn. Jedes Bookzine hat ein Motto. Das von diesem ist Mut.

Was mir am Bookzine gefällt:

  • dass es so riecht, wie meine Schulbücher früher. So müssen Magazine einfach riechen
  • die Fotostrecke von Mike Broodie über die grenzenlos-schäbbige USA
  • die Sticker, die dabei waren (Sticker sind yeah)
  • das Motto, weil es zur aktuellen Nachrichtenlage und der gesellschaftlichen Situation passt
  • die Mischung der Themen

Was mir nicht gefällt:

  • dass die erste Story über multiresistente Keime in Krankenhäusern ist… Krankenhäuser sind bäh. Ich hätte mir eine fancy Geschichte zum Reinlesen gewünscht. Naja, das ist halt nicht Sinn der Sache von Correktiv, fancy zu sein. Investigative Recherche ist eben nicht immer fancy. Wie Journalisten immer sagen: Nicht sexy, aber wichtig.