Barcelona – bucket list

Ende März ist das zweite Trimester, „term“ im Englischen, meines Politikmasters vorüber und damit zwei von drei terms insgesamt. Danach heißt es: zurück nach Deutschland, Jobsuche, Ernst des Lebens. Aus diesem Grund habe ich mir eine Bucket List, also eine Wunschliste geschrieben, auf der alles steht, was ich mir für die übriggebliebene Zeit noch so vornehme. Updates gibt es, sobald ich eine Aktivität von der Liste streichen konnte … stay tuned!

  • zweite Wanderung zum Tibidabo.* Das ist der Berg, inklusive Kirche, den man von ganz Barcelona aus sehen kann. Die Kirche sieht für manche Menschen aus wie ein sitzender Buddha, der über Barcelona wacht. (Vom Tibidabo aus habe ich im Jahr 2011 Barcelona und damit das Titelbild dieses Blogs fotografiert.)

* weil die erste so schön war… Foto credit: Jamie Hodgkin

  • das Kloster Monsterrat besuchen & wandern gehen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gemacht und eins lässt sich sagen: Der Ausblick ist fantastisch.

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BCN: Woche 2 #CatalanReferendum

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Barcelona says „Sí“ – does it?

An diesem Sonntag findet das Referendum der Katalanen statt, bei dem sie über die Unabhängigkeit ihrer Gemeinschaft abstimmen. Die Frage auf den Wahlzetteln wird lauten: „Do you want Catalunya to be an independent State in the form of a Republic?“ Auf Catalan, Castellano oder Occitan werden die Menschen zwischen 9 Uhr und 20 Uhr mit „Sí“ oder „No“ voten. Doch was wollen die Katalanen zwischen Luchon, Girona und Tortosa? Wollen sie den politischen und wirtschaftlichen Status, der dem eines Staates gleicht?

Alles deutet auf eine Zustimmung hinaus: die Sí-Flaggen, die Hunderte Häuser schmücken (siehe Fotos). Dessen Bewohner, die seit Wochen auf die Straße gehen. Barcelona demonstriert nun beinahe täglich für die Unabhängigkeit und gegen die Regierung Madrids, die die Bestrebungen der Regionalregierung von Katalonien seit Jahren ablehnt. Auch die Professoren und Studenten an der Universität, an der ich seit einer Woche studiere (Pompeu Fabra, kurz „upf“), machen Werbung für das Referendum. Donnerstag und Freitag fallen sogar alle universitären Veranstaltungen aus. Seitens des Rektors heißt es: „Moved by the need to give an answer in defense of the Catalan institutions, fundamental rights and democracy. Expressing its deep concern about the violation of fundamental rights and the democratic freedoms that are taking place these days.“

Den Enthusiasmus vieler Katalanen finde ich außergewöhnlich. Drei Jahre nach des vergeblichen Referendums in 2014, das von Madrid als illegal erklärt wurde, setzen sie sich nach wie vor für ihre Werte ein. Was die jungen Leute dazu motiviert und ob vergangene Abstimmungen wie der Brexit eine Rolle spielen, will ich am Sonntag herausfinden. Fürs Handelsblatt werde ich auf den Straßen von Catalunyas Hauptstadt unterwegs sein, Videos machen, die Stimmung einfangen. +++ Updates dann auch hier. +++